Kalte Gedanken

Wedlav erstarrte unter der kleinen Gruppe von zwölf Tannenbäumen, die sich auf der ebenso kleinen Lichtung zusammengefunden hatten, um zitternd beieinander im Schnee zu stehen. Natürlich schien wieder der volle Mond am Himmel wie eine wunderliche Lampe. Wedlav beobachtete diesen. Vielleicht wehmütig, das wissen wir nicht, jedenfalls beobachtete er nur und dachte nichts. Auch sein Gesicht, hell im Mondlicht, verriet keine Gefühle, Neigungen oder dergleichen.  Er saß nur dort, die Arme um die Knie geschlossen, und blickte hinauf.
Die Tannen aber waren schlau genug ihn deshalb nicht für einfältig oder sogar für einen Unmenschen zu halten. Sie schwiegen und überlegten wie ältere vernünftige Menschen, wonach sie ihr Handeln ausrichten sollten. Der Mond seufzte leise. Da plötzlich, als hätte sie den Schleier durchbrochen, geriet eine der Tannen in großen Aufruhr, warf einen dicken Schneeball in das kalte Gesicht des jungen Mannes, dass der Schnee in alle Richtungen dumpf zerstäubte, und rief ihm zu: »Das ist das Ende!«