Ungerechtigkeiten

»Warum ist es so ungerecht?«, flehte Anton.
»Warum, warum schaut sie mich nicht an? Warum, warum, warum, kann ich sie nicht sehen, wenn ich es möchte?«, flehte er wiederum mit tränengefüllten Nussaugen.
»Warum, warum, ist alles ungerecht verteilt?«, flehte er, diesmal zu laut und ein spitzer, dünner Mann mit feinen Schuhen und schwarzem Gehstock erwiderte lachend:
»Weil es ein anderer bekommt. Weil es ein anderer bekommt. Weil es ein anderer bekommt«, fasste den eigenen dünnen Magen mit den alten Händen und schlich sich davon wie ein Mensch, der einsam bleiben will.