Buntes Schneetreiben

Einmal, im Winter, da fielen plötzlich alle Sterne vom Himmel auf die Erde. Vom seltsam dumpfen Geräusch ihres Aufprallens geweckt, versammelten sich die Bürger eines größeren Dorfes vor ihren Häusern im Schnee. Dort standen sie in der tiefsten Nacht und Dunkelheit, denn die Sterne waren erloschen. Sogar der Mond wurde schon seit mehreren Monaten vermisst und viele vermuteten, er hielte sich an einem anderen Ort versteckt oder sei übereilt in eine andere Welt geflüchtet. Endlich brachte man Fackeln herbei, um die seltsamen Himmelskörper untersuchen zu können. Als nun Straße um Straße das Dorf hell erleuchtet wurde, setzte ein großes Heulen und Klagen ein. Viele heiße Tränen liefen da über die Wangen. Selbst den hartgesottensten Bewohnern, die schon viele trübe Tage gesehen hatten, quoll es nur so aus den Augen. Während die Tränen also wie Regenschauer herunterprasselten, da kam gerade ein kleiner Junge aus der Nachbarstadt vorüber und wunderte sich: »Was sind das nur für Menschen, die Kürbisse beweinen?«